Hamburg zu Fuß und auf dem Wasser

Juli 2022
Simon

nach unserem ersten Besuch vor drei Jahren wurde es wieder Mal höchste Zeit, der Metropole an der Elbe mit unserem Wohnmobil einen Besuch abzustatten.

Also montags gegen Sieben aus den Federn und los. Allerdings nicht zur Arbeit, wie sich das eigentlich gehört und von vielen der Hausbewohner auch vorbildlich umgesetzt wird, sondern in den Bus und los Richtung Nordwest.

Gefühlte 100 Baustellen und gemessene drei Stunden später rollten wir dann auch schon an den Landungsbrücken vorbei und direkt danach auf den Parkplatz, der uns die nächsten Tage als Unterkunft dienen sollte. Trotz der frühen Uhrzeit war der Platz schon gut gefüllt, die erste Reihe am Wasser mit Blick auf den Hamburger Hafen leider schon ausgebucht.

Parkplatzverwirrungen

Der erste Impuls, etwas weiter vorn auf dem leeren Gelände des Fischmarktes, der ja nur am Wochenende stattfindet, einen Wasserplatz zu beziehen, entpuppte sich als keine gute Idee.

Die sehr freundliche Security-Dame, die für den Parkplatz zuständig war, erklärte uns die Bedeutung der leider überhaupt nicht klar formulierten aufgestellten Schilder:

Auf dem Gelände des Fischmarktes möchte die Stadt keine Parkenden sehen. Egal ob groß, klein, bewohnt oder nicht.

Ein entsprechender Besuch der Ordnungshüter kostet wohl 80€ und einen Flensburger Punkt.

Dass eine Stadt entscheidet, wo und wie geparkt werden darf, ist völlig legitim. Aber doch bitte so formuliert und gekennzeichnet, dass ein halbwegs des Lesens mächtiger Mensch auch verstehen kann, was gemeint ist. Und wer damit wirbt, ein Anziehungspunkt für Menschen aus Aller Welt zu sein, könnte auch darüber nachdenken, die klar formulierten Schilder zumindest noch in Englisch zu beschriften, damit auch die angelockten internationalen Touristen eine Chance haben, Ihre Urlaubskasse in Fischbrötchen und andere Leckereien zu investieren und nicht den Parküberwachern in die Hand drücken zu müssen…

Da wir Flensburger Pils dem Flensburger Punkt grundsätzlich vorziehen, parkten wir dann doch lieber in der hinteren Reihe auf dem offiziellen Parkplatz. Den Blick auf den Hafen heben wir uns dann für den nächsten Besuch auf.

Für € 12,50 pro Nacht (am Wochenende € 19,90) bietet der Parkplatz zwar keinerlei Annehmlichkeiten oder Service, der über einen nahezu ebenen Asphaltbelag und einen Müllcontainer hinausginge, die super zentrale Lage direkt an den Landungsbrücken mit entsprechend kurzen Wegen zur Altstadt oder auf St. Pauli sowie die direkt angrenzende U-Bahn würden durchaus noch ein paar Euro mehr rechtfertigen.

Besuch bei Elphi

Nachdem wir nun das legale Nachtquartier bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg, ein Versäumnis des letzten Besuches nachzuholen:

Wir wollten uns die 2016 eröffnete Elbphilharmonie ansehen, die mit ihren 110 Metern Höhe und der sehr beeindruckenden Glasfassade das neue Wahrzeichen der HafenCity ist.

Auf dem Weg dorthin konnte Simon nicht widerstehen und erstand das erste Krabbenbrötchen der Saison, dafür sind die Landungsbrücken schließlich da, oder nicht?

Die knapp 2 Kilometer vom Stellplatz zur Elphi, wie das mächtige Bauwerk gerne verniedlichend genannt wird, reichten gerade so aus, um das für 6€ etwas dürftig belegte Brötchen zu vertilgen.

Positiv überrascht durften wir feststellen, dass uns Elphi kostenlos dazu einlädt, die sogenannte „Plaza“, also das in 37 Metern Höhe gelegene 8. Stockwerk mit tollem Ausblick auf Elbe und HafenCity, zu besichtigen.

Am Kassenhäuschen erhält man die kostenlose Eintrittskarte mit einem einstündigen Zeitfenster, in dem man die automatischen Schranken passieren kann.

So wird verhindert, dass sich zu Stoßzeiten zu viele Menschen im Haus drängen.

Hamburg Elbphilharmonie Tube
Hamburg Elbphilharmonie Tube

Wir hatten Glück und konnten mit unseren Tickets direkt und ohne Wartezeit zur ersten Attraktion durchgehen, der „Tube“. Diese ca. 80 Meter lange Rolltreppe schaffte uns und hunderte weitere Besucher zusammen mit ihrer etwas kürzeren Schwester ohne Anstrengung nach oben zur Plaza.

Hamburg Elbphilharmonie Plaza
Hamburg Elbphilharmonie Plaza

Nicht nur von außen, auch im Inneren beeindruckt die Elbphilharmonie mit toller Optik.

Geschwungene Glaswände trennen die innere Plaza vom äußeren Rundgang ab, der einmal komplett um das Gebäude führt und schöne Aussichten über die HafenCity, die Norderelbe, den Hafen und Teile der Innenstadt bietet.

Hamburg Elbphilharmonie Plaza

Von der Plaza gehen Treppen zu den verschiedenen Konzertsälen ab, die aber für „einfache“ Besucher außerhalb von Vorstellungen nicht zugänglich sind. Schade, hätten wir uns sehr gerne auch noch angesehen.

Elbphilharmonie Hamburg
Elbphilharmonie Hamburg

Hamburg Blick auf den Hafen

Vielleicht verschlägt es uns ja bei Gelegenheit mal zu einem Konzert hierher, wer weiß…

Hamburg Blick auf die Landungsbrücken

Nachdem wir Panorama und Architektur ausgiebig genossen hatten, brachte uns die Tube wieder zum Ausgang und spuckte uns auf den heißen Asphalt des Großen Grasbrooks – so heißt die Insel, auf der die Elphi steht.

Leckereien in der Altstadt

Als so langsam die Mittagszeit näher rückte und das Krabbenbrötchen schon fast wieder vergessen war, machten wir uns auf den Weg in Richtung Altstadt, um uns ein paar kleine Gaumenfreuden zu gönnen.

Das weltbekannte und durchaus häufig hier anzutreffende „Hamburger Schietwetter“ machte heute eine Sommerpause und drückte uns bei bis zu 34°C doch deutlich auf die Fitness, weshalb wir beschlossen, heute nur eine kleine Runde bis zur Altstadt und dann wieder zurück zu den etwas luftigeren Landungsbrücken zu drehen.

So folgten wir zunächst dem Herrengrabenfleet und dann dem Alsterfleet bis zum Rathausplatz.

Als ‚Fleet‘ werden in Hamburg übrigens die Kanäle bezeichnet, die durch die Stadt führen. Was in Amsterdam eine Gracht und z.B. im Spreewald ein Fließ, ist also hier im hohen Norden das Fleet…

Hier am Platz vor dem Rathaus steht der Rathausmarkt, eine Reihe von Kiosken, die über Getränke und Speisen aus aller Welt auch allerlei Nippes und Souvenirs anbieten. Auch öffentliche Toiletten sind hier untergebracht.

Nach ausgiebiger Angebotsrecherche entschieden wir uns dafür, ein paar Hamburger Originalen die Ehre zu geben…

Hamburger Originale
Hamburger Originale

Ich weiß, der ein oder andere Berliner Leser wird nun erzürnt dem Autor Übles wünschen. Aber Tatsache ist, dass sowohl Berliner wie auch Hamburger vehement behaupten, für die Erfindung der Currywurst verantwortlich zu sein.

Wir wollen diese Diskussion hier nicht weiter befeuern, geschmeckt hat es uns ganz hervorragend, Originalerfindung, oder nicht.

Rathaus Hamburg
Rathaus Hamburg

Beim Kauf der Pommes hatte Lisa einen – selbstverständlich unbeabsichtigten – Betrugsversuch gestartet und war damit kläglich gescheitert. Nachdem sie den Stand schon mit den frisch erworbenen frittierten Erdapfelstäbchen verlassen hatte und auf dem Weg zu ihrem mit Bier und Würstchen winkenden Mann war, wurde sie vom Verkäufer eingeholt und darauf hingewiesen, dass dieses eine Geldstück zwar einer 2 Euromünze sehr stark ähnelte, aber leider irgendwo aus dem arabischen Sprachraum stammte und hier in der Hansestadt nicht anstelle von Euros genutzt werden durfte.

Um eine Erfahrung und ein für uns relativ sinnfreies Stück Geld reicher und echte zwei Euro ärmer erreichte Lisa dann doch noch den gemeinsamen Picknickplatz mit Blick auf das imposante Hamburger Rathaus.

Binnen- und Außenalster

Frisch gestärkt und doch schon wieder leicht erschöpft von den vielen Beobachtungen auf dem vor Touristen und Einheimischen nur so wimmelnden Rathausplatz machten wir uns nun weiter auf den Weg durch die Hansestadt.

Der Jungfernstieg, an dem vor einigen hundert Jahren noch junge Damen von ihren Vätern über den altertümlichen „Catwalk“ geschickt wurden in der Hoffnung, einen passenden und wohl auch finanzkräftigen Schwiegersohn anzulocken, dient heute eher als Ort der Erholung und als zentraler Abfahrtspunkt der sehr beliebten Alsterrundfahrten.

Eine solche stand auch noch auf unserem „das machen wir beim nächsten Hamburgbesuch“-Zettel, so studierten wir also die einzelnen Angebote und Abfahrtszeiten.

Noch während des Lesens wurde Simon von einer Erleuchtung heimgesucht.

Na gut, Erleuchtung ist jetzt vielleicht einen Hauch zu hoch gegriffen, aber die Idee, die Alsterrundfahrt nicht zwischen zig anderen Touristen in einen dieselrußenden und knatternden Ausflugsdampfer gepfercht, sondern im eigenen Kajak gemütlich, zu zweit und selbstbestimmt zu machen, war schon eine der brillanteren Ideen der letzten Tage.

Der weibliche Teil der Reisegruppe sah das genauso, also wurde das Studium der Aushänge abgebrochen und durch die Fahndung nach einem passenden Einstiegsplatz ersetzt.

Das Satellitenbild auf dem Handy zeigte (vermutlich) einen Steg am Ende der Außenalster, der zumindest aus dieser Perspektive perfekt wirkte, um das hauseigene Paddelgefährt zu Wasser zu lassen.

Da wir aber in der Vergangenheit schon das ein oder andere Mal erfahren durften, dass Satellitenbilder nicht immer die tatsächliche Erdoberfläche, sondern manchmal wohl auch eine Wunschvorstellung abbilden, entschieden wir uns zu einem Spaziergang entlang der Alster, um die ausgemachte Stelle live in Augenschein zu nehmen.

So schloss sich an den geplanten kurzen Spaziergang zur Altstadt der ungeplante, deutlich längere Spaziergang entlang der Alster an.

Die Binnenalster geht an der viel befahrenen Kombination aus Lombards- und Kennedybrücke in die Außenalster über und bildet hier einen regelrechten See.

Gleich zu Beginn finden sich hier am Alsterufer einige Botschaften und im ganzen Gebiet geradezu herrschaftlich anmutende Villen.

Am Ufer wurden einige Bereiche mit Steinreihen abgetrennt, die verschiedenen Vögeln als Rast- und Brutplatz dienen. Eine sehr angenehm zu gehende Seepromenade mit Rastbänken und wunderschönen Ausblicken, wir haben keinen Meter bereut.

Zum Glück entpuppte sich der Steg nicht als Satellitentäuschung. Ganz offensichtlich extra für Wassersportler angelegt, ragt er in die Außenalster. Direkt am Steg laden Parkbänke Zuschauer ein, eine Wiese nebenan schreit geradezu danach, hier das Boot aufzubauen und zu allem glücklichen Überfluss ist keine 50 Meter entfernt eine große Parkbucht, die ausreichend Platz für mehrere Autos und auch den ein oder anderen „Surferbus“ bietet und laut Parkautomat maximal 11 Stunden geparkt werden darf. Das sollte für unsere Paddeltour hoffentlich ausreichen…

Da wir am Stellplatz bei den Landungsbrücken zwei Nächte bleiben wollten, beschlossen wir kurzerhand, nicht wie geplant am Mittwoch in Richtung Berlin aufzubrechen, sondern mit unserem Bett- und Bootstransporter hier anzulegen und die Alster mit ihren Kanälen ausgiebig zu erkunden.

Nachdem die ins Alsterwasser (das ohne Limonade…) baumelnden Beine nun erfrischt und hier am Wasser sogar die über 30° ganz gut auszuhalten waren, machten wir uns nun auf den Weg zurück in Richtung Elbe. Diesmal aber nicht am Wasser entlang, sondern quer durch das noble – und manchmal etwas versnobt wirkende – Viertel „Rotherbaum“. Vorbei an herrschaftlichen Villen aus der Gründerzeit, schrecklichen Bausünden der neueren Zeit und dem berühmten Tennisstadion erreichten wir am Dammtor die Neustadt und an deren südlichem Ende den großen Edeka-Markt direkt an den Landungsbrücken, der uns mit allem versorgte, was man so für ein gemütliches Abendessen im heimischen Fahrzeug brauchen kann.

Etwas ausgepowert durch die drückend schwüle Hitze und den mit über 15 Kilometern doch überraschend langen, wenn auch sehr schönen Spaziergang, wurden wir im Auto schon von kühlem Bier und gemütlichen Sitzbänken empfangen, was will man mehr 🙂

So klang der Abend gemütlich aus und ging in eine halbwegs ruhige Nacht über. Aber wer direkt zwischen Landungsbrücken und Fischmarkt übernachtet, sollte sich über ein bisschen nächtlichen Lärm nicht beklagen. Drum lassen wir’s auch.

Hier kannst Du unseren Spaziergang als gpx-Track runterladen und unseren Spuren durch Hamburg folgen.

Spaziergang durch Hamburg

St. Pauli, die Schanze und Portugal

der zweite Tag sollte mit einem wunderbaren Frühstück beginnen.

Bei unserem letzten Hamburg-Trip vor drei Jahren waren wir im Schanzenviertel zufällig über ein portugiesisches Bistro „gestolpert“, das sofort unser Herz erobert hatte.

Original portugiesische Leckereien, süß und herzhaft, dazu feinsten Kaffee in allen Variationen und frisch gepressten Saft, damit kann man uns ganz schön glücklich machen.

So machten wir uns also auf den Weg, die Treppen hoch (darum heißt es wohl auch „auf“ St. Pauli), über kleine Gässchen zur Reeperbahn und weiter durchs Schanzenviertel mit seinen schönen alten Häusern und etwas neueren Graffitis bis zum ehemaligen Flora-Theater am Schulterblatt, dessen seit 1989 besetzter Teil mindestens deutschlandweit als autonomes Zentrum „Rote Flora“ bekannt ist.

St. Pauli Flagge
St. Pauli Flagge
Rote Flora
Rote Flora
Rote Flora
Rote Flora

Schräg gegenüber der Flora, nicht sooo idyllisch direkt an der Bahnstrecke gelegen, befindet sich unser absolutes Lieblingscafé in der Hansestadt: das M.I.P.

Die Abkürzung steht für „Made In Portugal“ und der Name hält, was er verspricht. Nicht nur die flüssigen und festen Leckereien lassen das Besucherherz höher schlagen, die supernette Betreiberin trägt maßgeblich zur guten Laune bei.
Und das täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr.

Aus unserer Sicht ein absolutes MUSS bei einem Hamburgbesuch:

M.I.P. Café
Schulterblatt 98 | 20357 Hamburg

53° 33′ 47″ N 9° 57′ 40″ E

Süße Versuchung
Süße Versuchung
Die Qual der Wahl...
Die Qual der Wahl…
Noch mehr Auswahl
Noch mehr Auswahl
Herzhaft und lecker
Herzhaft und lecker
Portugiesisches Frühstück
Portugiesisches Frühstück

Hamburger Dom

ein Gelände, das für Wohnmobilübernachtungen genutzt werden kann, falls der Stellplatz am Fischmarkt mal wieder überfüllt sein sollte ist das Heiligengeistfeld. hier machte sich momentan allerdings der Hamburger Dom breit.

Im 11. Jahrhundert entstanden, als Handwerker und Händler im Hamburger Mariendom Zuflucht vor dem Hamburger Schietwetter suchten und bleiben durften, findet heute jährlich zu Ostern und im Sommer ein riesiges Volksfest statt.

Alle möglichen und unmöglichen Fahrgeschäfte, Losbuden und Attraktionen ziehen jedes Jahr Millionen Besucher an, um Ihnen Geld aus der Tasche und Freude ins Herz zu zaubern.

Wir sind beide keine allzu großen Volksfestliebhaber, darum genossen wir die überraschend ruhige Atmosphäre des noch geschlossenen Vergnügungsparks, der fast ein klein wenig gespenstisch wirkte…

Hamburger Dom
Hamburger Dom
Hamburger Dom

Flakturm IV

direkt am Heiligengeistfeld zur Feldstraße hin steht ein alter Flakturm aus dem Zweiten Weltkrieg. Dieses Betonmonster bezeugt durch seine dunkle, triste und bedrohliche Erscheinung sehr eindrucksvoll eine der dunkelsten und widerwärtigsten Zeiten des Landes. Die aktuell stattfindende Aufstockung und Begrünung der oberen Stockwerke gibt dem brutalen Bauwerk zumindest ein wenig Leichtigkeit und – auch wenn hier keine bezahlbaren Wohnungen, sondern Gewerbeobjekte entstehen – eine deutlich sinnvollere und friedlichere Nutzungsausrichtung als bei der Entstehung des Riesenkastens zu hoffen gewesen wäre.

Ehemaliger Flakturm
Ehemaliger Flakturm

Bei einem Rundgang um den Turm spekulieren wir beide wild über die wie Speere aus der Fassade ragenden Stahlträger und deren Zweck. So richtig kommen wir zu keinem sinnvollen Ergebnis, ein weiterer Besuch zur Abklärung dieser Geschichte wird sich also wohl nicht vermeiden lassen…

Ehemaliger Flakturm
Ehemaliger Flakturm
Ehemaliger Flakturm
Ehemaliger Flakturm

Noch immer von der brutalen Anmutung beeindruckt geht es weiter und wir wenden uns einem wesentlich hübscheren und aus unserer Sicht auch viel sinnvolleren Bauwerk zu:

Der Alte Elbtunnel

Direkt am westlichen Ende der Landungsbrücken erreicht man über einen riesigen Kuppelbau, der an anderer Stelle auch als Kirche durchgehen könnte, ein weiteres sehr bekanntes Bauwerk der Hansestadt.

Der St. Pauli-Elbtunnel wird oft auch als Alter Elbtunnel bezeichnet, da es seit 1975 einen weiteren den „Neuen Elbtunnel“ gibt, der als Teil der Autobahn A7 den Verkehr unter der Elbe durch führt und mit dem das kunstvoll ausgeführte Bauwerk vom Anfang des 20. Jahrhunderts auf keinen Fall verwechselt werden möchte.

Im Jahr 1911 eröffnet, galt der Alte Elbtunnel als technische Sensation, steht seit 2003 unter Denkmalschutz und wurde 2011 sogar zum „Historischen Wahrzeichen Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ernannt.

Alter Elbtunnel
Alter Elbtunnel
Alter Elbtunnel
Alter Elbtunnel

Weiter Infos zum Elbtunnel auf Wikipedia

Wir empfehlen dringend, den Tunnel über die Treppe zu betreten, da man so sehr viel deutlicher den Höhenunterschied wahrnimmt und auch den schön gestalteten Eingangsbereich begutachten kann, der Reliefs der am Bau beteiligten „leitenden Mitarbeiter“ zeigt. Für die insgesamt ca. 4.400 Arbeiter, die hier unten beschäftigt waren, hätte wohl der Platz an den runden Wänden nicht ausgereicht…

Alternativ steht ein Personenaufzug zur Verfügung und selbstverständlich kann man den Tunnel auch über eine der Fahrbahnen betreten, die ebenfalls in Aufzugskabinen münden und so Fahrräder, Fußgänger und – heute nur noch in Ausnahmefällen – Autos in die Tiefe befördern.

Auf einer Länge von über 400 Metern quert man hier nun die Elbe knapp 20 Meter im Untergrund. Da bei unserem Besuch die westliche Tunnelröhre gerade saniert wurde, war es in der verbleibenden Röhre sehr voll und stellenweise fast schon „kuschelig“. Der ein oder andere Tourist scheint bei der Bedienung der Kamera den Rest der Welt einfach auszublenden. Die erboste Fahrradfahrerin hat aber sicher nicht Simon, sondern irgendwen anderen von der Fahrbahn geklingelt…

Um an der Südseite auf der Insel Steinwerder wieder an die Erdoberfläche zu gelangen, nutzen wir nun den Aufzug. Ein Stück Asphaltfahrbahn, das sich in einem hölzernen Kasten nach oben bewegt ist irgendwie schon ein komisches Gefühl…

Auf Steinwerder, das unter anderem die bekannte Werft Blohm & Voss und die Hamburger Musicaltheater beherbergt, gibt es eine Aussichtsplattform, von der der Blick zu den Landungsbrücken und die Elbe entlang zu unserer neuen Freundin Elphi schweifen kann.

Cap San Diego

nachdem wir wieder am Nordufer der Elbe angekommen waren, entschieden wir uns für Fischbrötchen und Bier zum Abendessen und machten es uns auf den Treppen einer Landungsbrücke bequem.

Der Blick über die Elbe in Richtung Steinwerder, wo wir vor einer Stunde noch mit einem Rudel weiterer Touristen um die Wette gestaunt und fotografiert hatten, wurde durch einen Schlepper abgelenkt, der eine ganz besondere „Beute“ am Haken hatte: die „Cap San Diego“, ein Frachtschiff aus den 1960er Jahren, das heute üblicherweise als Museumsschiff am Hamburger Überseehafen fest vertäut ist und Besuchern neben den Einblicken in das denkmalgeschützte Schiff selbst auch einen Escape-Room und einen Klettergarten bietet.

Wir durften nun Zeugen eines eher seltenen Ereignisses sein: etwa 10 mal im Jahr bricht die Cap San Diego noch zu sogenannten Gästefahrten auf, wir waren offensichtlich Beobachter der Rückkehr in den Heimathafen.

Ein sehr beeindruckendes Schauspiel, bei dem zwei winzig wirkende aber mit enormer „Muskelkraft“ ausgestattete Schlepper diesen Riesenpott (immerhin fast 160 Meter lang und über 20 Meter breit) auf Zentimeter genau durch den Hafen dirigieren und am Ende ein weiterer Schlepper sich als „Schubser“ betätigt, um die letzten Meter zum Pier seitlich zu vollenden.

Mit derart großem Kino hätten wir zum Tagesabschluss nicht mehr gerechnet und waren entsprechend freudig überrascht.

Museumsschiff Cap San Diego
Museumsschiff Cap San Diego
Museumsschiff Cap San Diego
Museumsschiff Cap San Diego

Hier kannst Du unseren Spaziergang als gpx-Track runterladen und unseren Spuren durch Hamburg folgen.

Hamburg mit dem Kajak

Mit dem Kajak auf der Alster durch Hamburg

am dritten Tag unseres Hamburgbesuches machten wir uns wie geplant auf den Weg, um mit unserem aufblasbaren Kajak (wir nutzen seit einiger Zeit mit sehr viel Freude das itiwit x500 von Decathlon) die Alster und einige Kanäle zu erkunden.

Kajak itiwit x500
Unser Lieblingsboot
Blesshuhn auf der Alster
Blesshuhn auf der Alster

Dieser wunderbaren Stadtbesichtigung der besonderen Art haben wir aber einen extra Beitrag gegönnt, den Ihr gerne hier lesen könnt.

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